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Dienstag, 25.09.2018

Sehenswertes aus dem Ruppiner Reiseland

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Kyritz

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Kyritz 

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16866 Kyritz
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Die Kleinstadt Kyritz liegt im heutigen Landkreis Ostprignitz-Ruppin.
Im Jahre 946 wird in der Urkunde der Bistumsgründung Havelberg die Herrschaft Chorizi (Kyritz oder Köritz bei Neustadt?) genannt. Der im Schutze einer Burg gegründete Ort erhielt 1237  von den Herren von Plotho das Stendaler Stadtrecht. Ab 1259 ist für Kyritz das Recht der freien Schiffahrt auf Jäglitz und Dosse verbürgt, außerdem besaß Kyritz Zollfreiheit in der gesamten Mark. Anfang des 15. Jahrhunderts kam Kyritz endgültig zu Brandenburg. 1381 und 1411 soll der Ritter von Bassewitz versucht haben, die Stadt durch einen unterirdischen Gang zu überfallen, was jedoch vereitelt wurde. Das traditionelle Bassewitzfest beruht auf dieser Begebenheit. Das Originalschwert des Raubritters Bassewitz befindet sich heute noch im Rathaus. Handel und Zünfte verhalfen der Handelsstadt zu frühem Aufschwung. Kyritzer Tuche und Kyritzer Bier ("Mord und Todschlag") machten die Stadt bekannt. Mit dem Zerfall der Hanse entwickelte Kyritz zunehmend zu einem Ackerbürgerstädtchen. Von 1817 bis 1993 war Kyritz Kreissitz.
In der Stadt sind einige Denkmäler (Heldendenkmal, Denkmal für Märtyrer von Kyritz) zu besichtigen, auch durch Persönlichkeiten (Fritz Reuter, Heimatdichter Ernst Stadtkus) ist die Stadt geprägt.
Kyritz besitzt eine 22 km lange Seenkette, Borker See, Salzsee, Stolper See, Bantikower See und Klemposee. Von der Stadt wird die Seenkette nordöstlich durch eine Stadtmauer (13.Jh.) und Straße in Ober- und Untersee geteilt. Seit 1979 fungiert der Obersee als Flachlandspeicher. Auf der Seenkette sind Motorboote nicht erlaubt. Zu empfehlen ist auch eine Umwanderung der Seenkette in dem waldreichen Uferbereich. Sehr attraktiv ist auch die 1999 sanierte Badeanstalt am Kyritzer Untersee. Ein wahres Kleinod findet der Besucher auf dem Untersee, eine Insel, die man mit dem Fährboot erreicht. Eine gemütliche Gaststätte lädt zum Verweilen ein.
Im Volksmund hieß die Stadt "Kyritz an der Knatter". Sie liegt aber am Flüsschen Jäglitz. Das Geklapper seiner einst so vielen Mühlen nervte die Bewohner und brachte Kyritz diesen Beinamen ein (so die Legende).

Foto: W. Kirste, Stechlin-Dollgow (2005)